Über Siegfried Lenz

Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Siegfried Lenz Stiftung, der Freien Akademie der Künste in Hamburg e.V. und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.


Leider ausgebucht
Donnerstag, 19. Oktober 2017, 17 Uhr
Museum für Hamburgische Geschichte
Großer Hörsaal
Anmeldung: ericke@toepfer-stiftung.de


Programm

Willkommen
Dr. Ralf Wiechmann
Museum für Hamburgische Geschichte, stellvertretender Direktor

Einleitung
Ansgar Wimmer
Siegfried Lenz Stiftung, Vorstand

Über Siegfried Lenz
Günter Berg
Siegfried Lenz Stiftung, Vorstand

im Gespräch mit

Ulrich Greiner
Freie Akademie der Künste in Hamburg e.V., Präsident

Dank und Einladung zu einer Hamburgischen Kaffeetafel
Ansgar Wimmer

Durch das Programm führen musikalisch der Akkordeonist Frank Grischek und kulinarisch die Staatliche Gewerbeschule Ernährung und Hauswirtschaft (G3).


Günter Berg, Jahrgang 1959. Nach über 25 Jahren erfolgreicher Verlagsarbeit bei Suhrkamp, Insel sowie Hoffmann und Campe gründete Günter Berg seine eigene Literaturagentur, die unter anderem das Werk von Siegfried Lenz betreut. Er hat viele Jahre als Lektor mit Siegfried Lenz gearbeitet und ist seit 2014 Vorstand der Siegfried Lenz Stiftung.

Ulrich Greiner, Jahrgang 1945. Studium der Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Frankfurt am Main und Tübingen. 1970 Staatsexamen. 1970 bis 1980 Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit 1974 im Literaturressort der FAZ. 1980 Wechsel zum Feuilleton der ZEIT. 1986 bis 1995 Feuilletonchef der ZEIT, danach Kulturreporter. Von 1998 bis 2009 verantwortlicher Redakteur des Ressorts Literatur in der ZEIT, seitdem Autor der ZEIT. Seit
2011 Präsident der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Fellow am Center for European Studies der Harvard University in Cambridge (USA). Gastprofessor für Literaturkritik an den Universitäten Hamburg, Essen und Göttingen und an der
Washington University in St. Louis (USA). Mitglied des PEN- Zentrums Deutschland. 2015 erhielt Greiner für sein Buch
Schamverlust – Vom Wandel der Gefühlskultur den mit 25000 Euro dotierten Tractatus Preis des Philosophicums Lech.

Siegfried Lenz, 1926–2014, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Nach einem Studium der Philosophie, Anglistik und Literaturwissenschaft in Hamburg wurde er Redakteur für die „Welt“ (1950-51), danach freier Schriftsteller. Er schrieb Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Hörspiele und Essays, die in rund 30 Ländern und in 22 Sprachen übersetzt worden sind. Zu seinen erfolgreichen Werken zählen Das Vorbild, 1973, Heimatmuseum, 1978, Der Verlust, 1981, Exerzierplatz, 1985, Die Auflehnung, 1994 oder auch Landesbühne, 2009. Sein größter Erfolg bleibt jedoch Deutschstunde, erschienen 1968. Sein mehrfach ausgezeichnetes Werk ist durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen geprägt – und durch Humor, wie in der Erzählung Kummer mit jütländischen Kaffeetafeln, die eine von mehreren Inspirationen für die Veranstaltung am 19.10.2017 ist.


Siegfried Lenz Stiftung
Die Siegfried Lenz Stiftung hat sich die wissenschaftliche Aufarbeitung des schriftstellerischen und publizistischen Werks des Autors Siegfried Lenz zur Aufgabe gemacht. Sie vergibt Stipendien und unterstützt junge Schriftsteller, im Sinne des Stiftungszweckes. Außerdem ist die Stiftung verantwortlich für die Einrichtung und Verleihung des Siegfried Lenz Preises. Dieser große Literaturpreis wurde in Hamburg im November 2014 zum ersten Mal verliehen. Ausgezeichnet werden alle zwei Jahre internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist Siegfried Lenz ́nahe ist.

Freie Akademie der Künste in Hamburg e.V.
Die Freie Akademie der Künste in Hamburg ist eine Künstlervereinigung. Ihre Mitglieder sind Schriftsteller, Dichter, Komponisten, Musiker, Sänger, Maler, Bildhauer, Architekten, Schauspieler, Tänzer, Regisseure. Sie, die Künstler, bestimmen die Konzeption und bestreiten wesentlich die Veranstaltungen der Akademie. Ein strenges Zuwahl-System sorgt für Qualität. Anders als andere Kulturinstitutionen finden sich in der Akademie „alle Künste unter einem Dach“. Sie ist nicht nur Veranstaltungsort, sondern auch ein Forum des Austausches der Künste und Künstler untereinander und mit der Gesellschaft.

Museum für Hamburgische Geschichte
Das Museum für Hamburgische Geschichte präsentiert die facettenreiche Entwicklungsgeschichte der Stadt Hamburg von ihren Anfängen um 800 bis zur Gegenwart. Das Haus zählt heute zu den größten stadthistorischen Museen Europas.

Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
1931 wurde die gemeinnützige Stiftung von dem Hamburger Kaufmann und Landwirt Alfred Toepfer gegründet. Sie engagiert sich heute europaweit auf den Gebieten Kultur, Wissenschaft, Bildung und Naturschutz. Ein besonderes Anliegen ist ihr die europäische Verständigung unter Wahrung der kulturellen Vielfalt. Dabei arbeitet die Stiftung operativ.

Die Veranstaltung ist Programmteil der Hamburger Stiftungstage 2017


Museum für Hamburgische Geschichte. Foto: Udo Mölzer
Siegfried Lenz. Foto: Ingrid von Kruse