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Einblick in die Sammlungen

Eine Auswahl aus der Sammlung des Hauses ist über das Portal ‘Museen Nord’ recherchierbar.


Archiv

Archiv

Das Museum sammelt für Hamburg relevantes Schriftgut in Abstimmung mit den Hamburger Nachlass- und Archivverbünden. Das Archiv ist zur Zeit in die sieben Abteilungen gegliedert:
I. Sammlung Hamburgischer Altertümer
II. Museum für Hamburgische Geschichte
III. Nachlässe
IV. Vereine, Stiftungen, Gesellschaften, Kommissionen, Gruppen
V. Zeitungen, Zeitschriften
VI. Volksliedarchiv
VII. Autographen-Sammlung


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Bauschmuck und Bauteile

Seit dem Stadtbrand von 1842 wurden nach solchen Zerstörungen aus dem Schutt Teile von öffentlichen und privaten Gebäuden geborgen. Weitere Stücke kamen im Zuge der verschiedenen Abrissmaßnahmen in der Innenstadt hinzu. So finden sich in der Sammlung gerettete Reste der mittelalterlichen Hauptkirchen ebenso wie die ältesten erhaltenen Teile von Fachwerkhäusern aus dem Jahr 1524 oder auch Versatzstücke moderner Wohnbebauung.


Bibliothek

Bibliothek

Die Bibliothek des Museums sammelt Hamburg-Literatur im weitesten Sinne. Publikationen zur Stadtgeschichte, zur Architektur, zur Schifffahrt, zum Hamburger Hafen, zum Verkehr, zur Kulturgeschichte, zu den Stadtteilen und über Hamburger Persönlichkeiten und Familien zählen dazu. Daneben verfügt die Bibliothek über eine der größten Sammlungen an numismatischer Literatur in Norddeutschland und eine umfangreiche Sammlung an Stammbüchern und Poesiealben.
Insgesamt beherbergt die Bibliothek derzeit ca. 88.000 Bände. Die Bestände sind zu einem wesentlichen Teil im Onlinekatalog der Bibliothek elektronisch nachgewiesen.


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Einzelblattsammlung

Die umfangreichste Sammlung des Museums besteht aus Zeichnungen, Druckgrafik, Postkarten, Aquarellen sowie Gebrauchsgrafik, darunter z. B. Plakate, Werbemarken, Eintrittskarten und Prospekte. Sie geht damit weit über eine klassische Grafiksammlung hinaus. Bereits 1908 erhielt sie die Bezeichnung „Einzelblattsammlung“, als auch Fotografien, Zeitungen, Dokumente und Handschriften dazu gehörten, die jetzt in eigenen Sammlungsbereichen betreut werden. Zeitlich reicht die Sammlung von der Stadtansicht des 16. Jahrhunderts bis zum Wahlplakat der Gegenwart. Thematisch umfasst sie u.a. die hamburgische Topographie nach Straßen und Stadtteilen geordnet, den Hafen, das Umland, Ereignisse, Porträts sowie die Themen Schifffahrt, Militär, Verwaltung und Mode. Die Sammlung wächst kontinuierlich durch Schenkungen. Sie wird zurzeit digital inventarisiert und zugleich intensiv für Ausstellungen, Publikationen und Forschungen genutzt.


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Fotografie

Die Fotosammlung des Museums umfasst zahlreiche Teilnachlässe Hamburger Fotografen des 19. und 20. Jahrhunderts sowie umfangreiche Glasplattenbestände und Diasammlungen. Bei den frühesten Aufnahmen handelt es sich um besonders seltene Daguerreotypien vom Hamburger Brand 1842. Schwerpunkte der Sammlung liegen auf der Hamburger Alt- und Neustadt.


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Gemälde

In der Gemäldesammlung befinden sich etwa 1500 Ölgemälde verschiedener Meister, sowohl aus Hamburg als auch aus anderen Regionen. Inhaltliche Schwerpunkte bilden Porträts, insbesondere von Hamburger Persönlichkeiten, sowie Ansichten von Stadt und Hafen. Vertreten sind dabei vor allem Werke des 17. bis 19. und des frühen 20. Jahrhunderts.


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Handwerk und Gewerbe

Mit der Auflösung der Zünfte und Ämter 1865 wurden deren Repräsentationsobjekte wie Pokale, Schilder, Laden und Abzeichen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert in das Museum übernommen. Darüber hinaus gibt es Arbeitsgeräte einzelner Berufsgruppen wie der Segelmacher, Küfer, Drechsler und Nieter oder ausgefallener Berufe wie Tätowierer.


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Hausgeräte

Die zeitliche Spanne für Hausgeräte im Museum reicht vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Dazu zählen Töpfe, Kessel und Kannen, Geschirr jeder Art, Küchengeräte und Objekte für die Körper- und Kleidungspflege wie Föne und Bügeleisen.


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Judaica

Das Museum für Hamburgische Geschichte besitzt aus der über 400jährigen Geschichte der Juden in Hamburg eine beträchtliche Zahl von Objekten und Abbildungen, die zum einen Bezüge zur allgemeinen Geschichte der Stadt, zum anderen zum religiösen und Gemeindeleben der Juden haben. Dazu gehören portugiesische Importkeramik sephardischer Kaufleute aus dem 18. Jahrhundert, der Uniformrock eines jüdischen Arztes von 1815, diverse Ölporträts, Medaillen verdienter Hamburger Juden, Bücher, Plakate, Dokumente und Fotos. Familienfeste und das religiöse Leben dokumentieren sich z. B. in einem reich verzierten Hochzeitsvertrag von 1644, wertvollen Thorakronen, -zeigern und -schilden, Leuchtern und Vorhängen. Zur Sammlung im weitesten Sinne gehören auch antisemitische Karikaturen, Plakate und Dokumente bis hin zum „Judenstern“ der NS-Zeit. Anhand fast aller dieser Objekte wird die wechselvolle Geschichte der jüdischen Bevölkerung vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zur Gegenwart in der ständigen Ausstellung „Juden in Hamburg“ veranschaulicht. Kultur und Kunst, Wissenschaft und Politik, Wirtschaft, Religion und Alltagsleben werden ebenso dokumentiert wie die Verfolgung und Vernichtung der Juden während der NS-Herrschaft sowie das Gemeindeleben nach 1945.


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Kunsthandwerk

Zur kunsthandwerklichen Sammlung zählen Arbeiten aus allen Werkstoffen. Große Bedeutung erlangte in Hamburg das Gewerbe der Goldschmiedekunst, insbesondere im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert. Von besonderer Qualität sind deshalb die zahlreichen Werke Hamburgischer Goldschmiedekunst des Barock.


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Militaria

Durch die Übernahme der Sammlungen des Hamburger Bürgermilitärs gewann das Museum bereits im 19. Jahrhundert einen Bestand an Waffen und Uniformen. Hinzu kamen im 20. Jahrhundert weitere Militaria mit hamburgischem Bezug von Sammlern aber z. B. auch Elbfunde wie das Wrack von Wittenbergen aus dem Beginn des 17. Jahrhunderts mit einer Waffenladung. So umfasst die Sammlung heute Schwerter aus dem Mittelalter und frühneuzeitliche Wallbüchsen, Gewehre und Pistolen des 18. und 19. Jahrhunderts, Hieb- und Stichwaffen, Prunkwaffen, Kanonen, Rüstungen und Helme.


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Modelle

Zur Sammlung gehört eine Vielzahl von topografischen Modellen, die die Stadtentwicklung erläutern. Einige sind bereits im 19. Jahrhundert angefertigt worden, wie das Modell aus dem Hamburg-Pavillon der Weltausstellung in Paris 1900 mit dem damals revolutionären Freihafengelände. Eine große Anzahl von Schiffsmodellen erläutert die Entwicklung der Hamburger Schifffahrt vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart. Bedeutend ist auch das Modell der Friesia, das erste dampfgetriebene Passagierschiff der Welt. Das Modell wurde für die Weltausstellung in Wien 1873 gebaut. Eine Rarität ersten Ranges ist das originale Baumodell des Konvoyschiffes „Wapen von Hamburg“ aus dem Jahr 1780.


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Musikinstrumente

Das Museum verfügt über eine Sammlung von etwa 300 historischen Musikinstrumenten verschiedener Herkunft. Der Schwerpunkt der Dauerausstellung liegt dabei auf Instrumenten, die in Hamburg hergestellt wurden. Ein Highlight stellt das signierte Cembalo von Carl Conrad Fleischer von 1716 dar.


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Münzkabinett

Das Münzkabinett in Hamburg hat seine Anfänge im 17. Jahrhundert und gehört zu den ältesten musealen Einrichtungen der Hansestadt. Seit 1919 ist es im Museum für Hamburgische Geschichte untergebracht. Die Sammlung besteht aus ca. 50.000 Objekten: Münzen, Medaillen und Papiergeld. Die Schwerpunkte der Sammlung stellen Hamburger Prägungen, Münzen des 10. und 11. Jahrhunderts, Gepräge des Wendischen Münzvereins sowie Taler der frühen Neuzeit dar.


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Schifffahrt und Verkehr

Die Sammlung Schifffahrt und Verkehr beinhaltet rund 250 Schiffsmodelle, darunter Werftmodelle und Exemplare nahezu aller namhaften Hamburger Reedereien, Werkzeuge für den Schiffbau, Objekte zum Thema Bergung, wie bspw. Taucherausrüstungen, eine Seilerei und eine Segelmacherwerkstatt. Zur Verkehrsgeschichte besitzt das Museum neben verschiedenen Fahrzeugmodellen mehrere Rollfahrzeuge, wie Kutschen und Straßenbahnen. Besonderheiten der Sammlung stellen die im Museum integrierte Brücke des Dampfer Werner sowie das große Werftmodell der Wapen von Hamburg III aus dem 18. Jahrhundert dar.


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Spielzeug

Mit der stark volkskundlich orientierten Sammlung des Museums für Hamburgische Geschichte in den ersten Jahrzehnten nach seiner Gründung gelangte Spielzeug vor allem aus dem Kaiserreich ins Haus. Dazu gehörten Puppenstuben und Steinbaukästen, Zinnfiguren und militärisches Spielzeug wie Papptornister, Trommeln und Kinder-Pickelhauben. Das Museum besitzt zwar auch einzelne besondere Objekte aus früheren Jahrhunderten – darunter eine Kinderarmbrust aus dem Mittelalter –, der Schwerpunkt der Spielzeugsammlung setzt sich dann aber im 20. Jahrhundert fort mit Lineol- und Elastolinfiguren, Holzspielzeug, mechanischen und elektrischen Modelleisenbahnen, Gesellschaftsspielen sowie Schiffsmodellen von Wiking und Köster.


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Textilien und Schmuck

Die Textilsammlung umfasst etwa 15.000 Objekte ganz verschiedener Art – vom Kostüm über Accessoires wie Schuhe, Hüte, Schirme und Taschen über gewirkte Arbeiten wie Gobelins und Kissen zu Stickmustertüchern und Wäsche. Die relativ kleine Schmucksammlung hat zwei Schwerpunkte: Schmuck aus privaten bürgerlichen Nachlässen und Trachtenschmuck.


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Wohn- und Gartenkultur

Das Museum besitzt etwa 800 Möbel, darunter auch ganze Ensembles und Zimmereinrichtungen, meist aus Holz. Einen besonders interessanten Bestand stellt das Interieur eines spätklassizistischen Landhauses, der Villa Rücker aus Hamburg-Hamm, dar, zu dem unter anderem Tapeten des 19. Jahrhunderts gehören. Die für Hamburg so bedeutende Gartenkultur wird in der Dauerausstellung in Rekonstruktionen dargestellt; Gartenskulptur des Barock ist im Innenhof des Museums ausgestellt.