Geschichte

Geschichte


Das Museum für Hamburgische Geschichte wurde 1908 gegründet und zwischen 1914 und 1922 von Fritz Schumacher, dem bedeutenden Hamburger Architekten und Oberbaudirektor gebaut. Das Museumsgebäude entstand an der Stelle der ehemaligen Bastion Henricus, einem Teil der barocken Befestigungsanlage, die zwischen 1616 und 1625 durch den Holländer Jan van Valckenborgh errichtet worden war und die Stadt uneinnehmbar machte.

Die Fassaden wurden beim Bau mit geretteten Architekturfragmenten von Hamburger Bürgerhäusern und mit den Statuen deutscher Kaiser vom Alten Hamburger Rathaus geschmückt. Ebenso wurden im Innenhof und in den Ausstellungsräumen Bauteile von Gebäuden verbaut, die beim Großen Brand von 1842 oder bei Bauvorhaben, wie dem Bau der Speicherstadt, zerstört worden waren. Diese Architekturfragmente stellten den Grundstock der Sammlung des Vereins für Hamburgische Geschichte dar, auf den die Anfänge des Museums zurückgehen.

Der Verein für Hamburgische Geschichte wurde 1839 gegründet und baute die “Sammlung Hamburgischer Altertümer” auf, die neben Architekturfragmenten u.a. auch Waffen, Rüstungen, Fahnen, Uniformen oder Zunftgegenstände beinhaltete. Ziel des Vereins war es vor allem, ein Bewusstsein für die Hamburgische Geschichte in der Bevölkerung der Hansestadt zu entwickeln. Die Sammlung des Vereins wurde 1849 verstaatlicht und bis zur Eröffnung des Museums provisorisch in den Kellerräumen des Akademischen Gymnasiums gezeigt.

1906 wurde der Bau des Museums für Hamburgische Geschichte beschlossen und 1908 bereits der erste Direktor des Museums, Otto Lauffer, ernannt. Er leitete das Haus bis 1946. Ihm folgten die Direktoren Walter Hävernick 1946, Jörgen Bracker 1976 und die Direktorinnen Gisela Jaacks 2001 und Lisa Kosok 2008.

Die Sammlung wurde über die Jahrzehnte kontinuierlich ergänzt und in ihrer Präsentation neu konzipiert. Themen wie Stadtentwicklung, Hafen, Alltag und Kultur werden umfassend dargestellt und durch aufwendige Modelle, großräumige Inszenierungen sowie eine Fülle von historischen Gegenständen und Bild- und Textdokumenten anschaulich gemacht.

Seit dem 1. Januar 2008 gehört das Museum für Hamburgische Geschichte samt seiner Außenstelle Kramer-Witwen-Wohnung, zur Stiftung Historische Museen Hamburg.