Highlights der Sammlung - Der Zoologische Garten


Am 17. Mai 1863 eröffnete in Hamburg auf dem Gelände zwischen der heutigen Marseiller Straße, der Rentzelstraße und der St. Petersburger Straße der Zoologische Garten. Die Zoogründer wollten eine Anlage schaffen, die sämtlichen Schichten der Bevölkerung offen stehen und einen „heilsamen Einfluss auf den allgemeinen Bildungsstand“ besitzen sollte. Der Eintrittspreis betrug für Erwachsene zwölf Schillinge, für Kinder sechs, Fabrikarbeiter mussten zwei Schillinge zahlen. Bereits im ersten Halbjahr hatte der Garten 225.000 Besucher (in Hamburg lebten zu der Zeit etwa 200.000 Menschen).

Gezeigt wurde ein regelmäßig wechselnder Tierbestand in einer gartenartig gestalteten Parkanlage. Besondere Attraktionen waren ein großer Raubvogel-Käfig, ein Bären-Zwinger und ein großes Aquarium. Die große Begeisterung der Hamburger für ihren neuen Zoo führte zur Produktion zahlreicher Grafiken und Fotografien, von denen sich auch einige in der Sammlung Ebba Tesdorpfs wiederfinden.

Im Jahre 1930 wurde der Zoo geschlossen, unter anderem weil sich der 1907 gegründete Tierpark Hagenbeck zu einer großen Konkurrenz entwickelt hatte. Auf dem Gelände des Zoologischen Gartens befindet sich heute ein Teil des Stadtparks Planten un Blomen.


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