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Hamburg im 20. Jahrhundert (2) - 09 - Ende des Millenniums

Im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts war Hamburg eine der reichsten Städte Europas und blickte auf über 50 Jahre demokratischer Entwicklung zurück. Mit der Wiedervereinigung 1990 dehnte Hamburg seine Metropolfunktion auf den Osten Norddeutschlands aus. Die kulturelle Vielfalt der Stadt durch Menschen aus dem Mittelmeerraum aber auch aus Übersee wurde durch Osteuropäer erweitert. Über 15 % der Hamburger waren 1997 Ausländer.

Der Hafen musste seine wichtige Rolle gegenüber den konkurrierenden Häfen an der Nordsee durch stetige Modernisierung behaupten. Zugleich wuchs der Großraum Berlin als Konkurrenzstandort heran; der geplante Transrapid sollte beide Metropolen schnell verbinden.

Zeitgemäße Bürobauten veränderten das Bild der Innenstadt und symbolisierten die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Hamburg, an dem sich verstärkt Unternehmen aus der modernen Dienstleistungsbranche ansiedelten. Auf der anderen Seite des Wohlstands wurden zunehmende Armut, Kriminalität und Drogenkonsum sichtbar.

Erfolgreiche Musicals, Großveranstaltungen wie Marathon- und Radrennen und der Hafengeburtstag prägten das positive Bild Hamburgs nach außen. Weitreichendere Folgen für die Stadt im 21. Jahrhundert werden die Planungen für den Hafenausbau in Altenwerder und die Hafencity haben.


Hamburg im 20. Jahrhundert (2)
- Hungerwinter, Flüchtlingselend, Schwarzmarkthandel
- Von der besetzten Stadt zum Bundesland
- Die moderne Metropole
- Im Rausch der Konsumgesellschaft
- Auf und ab im Wirtschaftswunder
- Gesellschaftskritik und alternative Politik
- An die Grenzen des Wachstums
- Kulturstadt Hamburg
- Am Ende des Millenniums

Hamburg im 20. Jahrhundert (1)