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Nicht erst der Skandal in der Chemiefabrik Stoltzenberg 1979, in der trotz Kenntnis der Behörden große Mengen gefährlicher Kampfstoffe und Gifte unachtsam herumlagen, schärfte das Bewusstsein vieler Menschen für eine gesunde Umwelt. Viele Hamburger beteiligten sich an den Demonstrationen gegen das geplante und auch gebaute Atomkraftwerk Brokdorf an der Unterelbe. Als es im amerikanischen Harrisburg 1979 dann tatsächlich zu einem Atomunfall kam, besetzten rund 400 Atomkraftgegner für 17 Tage die Hauptkirche St. Petri und fanden viel Sympathie und öffentliche Resonanz. Wohnraummangel und steigende Mieten lenkten in den 1970er Jahren die Aufmerksamkeit auf Defizite in der Wohnungspolitik und zugleich auf Hauseigentümer, die mit leerstehenden Wohnungen spekulierten. Rund 200 Jugendliche besetzten im Frühjahr 1973 ein von Abbruch bedrohtes Haus in der Ekhofstraße in Hohenfelde. Es wurde unter großem Polizeieinsatz geräumt, weitere Hausbesetzungen in anderen Hamburger Stadtteilen von Mitgliedern der Protestszene folgten jedoch. Weit über Hamburg hinaus bekannt wurde zwischen 1981 und 1995 die Besetzung von heruntergekommenen Häusern in der Hafenstraße und der Bernhard-Nocht-Straße auf St. Pauli. Die jahrelangen Rechtsbrüche und -streitigkeiten sowie die Polizeieinsätze machten die Hafenstraße sogar zu einer Touristenattraktion. Der Konflikt um die Hafenstraße veranlasste 1988 Bürgermeister Klaus von Dohnanyi zum Rücktritt. Neue Lebens- und Wohnformen sowie ein kritische
Bewusstsein bei Teilen der Bevölkerung gegenüber Politik,
Wirtschaft und Umwelt kennzeichneten differenzierte Entwicklungen in
der Hamburger Gesellschaft seit den 1970er Jahren. Obdachlose und Drogentote
verdeutlichten, wie viele Probleme es weiterhin in der Stadt gab und
wie weit die Spanne zwischen arm und reich, angepasst und ausgestoßen
in Hamburg war. |
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