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Die Kritik am Staat erreichte im Juni 1967 einen Höhepunkt mit Demonstrationen gegen das autoritäre Regime des Schahs von Persien, der als einer der vielen Staatsgäste Hamburg besuchte. An der Universität formierte sich mit dem Ruf nach gesellschaftlichen Reformen die Außerparlamentarische Opposition (APO). Bei der Rektoratsübergabe kam es am 9. November 1967 zu der spektakulären Enthüllung des Transparents "Unter den Talaren - Muff von 1000 Jahren". Heftige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gab es im April 1968 vor dem Haus des Springer-Verlages, dessen Zeitungen eine Mitschuld am Anschlag auf den Studentenführer Rudi Dutschke gegeben wurde. Bei den etablierten Hamburger Parteien und im Senat, den bis auf die Jahre eines konservativen Bürgerblocks (1953-1957) seit 1946 die SPD stellte, wurde die Kritik an den herrschenden politischen Zuständen unterschiedlich bewertet. Als 1971 bundesweit gegen politisch Rechte und besonders Linke im öffentlichen Dienst als Berufsverbot der "Radikalenerlass" erlassen wurde, war Hamburg das erste Bundesland, das dieses Gesetz umsetzte. Aus der linken Studenten- und kritischen Umweltbewegung
formten sich in den 1970er Jahren politische Gruppen, die sich als "Bunte
Liste - wehrt euch" und Grüne Liste Umweltschutz" 1978
an Bürgerschaftswahlen beteiligten und erfolgreich in die Bezirksversammlung
Eimsbüttel einzogen. Die 1982 gegründete Grün-Alternative
Liste konnte 1982 erstmals in die Bürgerschaft einziehen, war damals
aber von heftigen inneren Differenzen zwischen Umweltaktivisten, Sozialisten
und sogenannten Realos gekennzeichnet, deren Ziele das Spektrum alternativer
Zukunftsprogramme für Hamburg verdeutlichten. |
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