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Für die damalige Stadtplanung waren die Kriegszerstörungen von 1943 die entscheidende Zäsur, und so beruhten der Generalbebauungsplan von 1947 wie auch die Aufbaupläne von 1950 und 1960 auf Überlegungen von 1944. Eine aufgelockerte funktionale Stadt mit geringerer Wohndichte und viel Grünanlagen war das Ziel. Die Zerstörungen boten die Möglichkeit, Anfang der 1950er Jahre eine seit 1940 geplante Ost-West-Straße durch die Innenstadt zu legen. Moderne Verkehrsprojekte waren mit der steigenden Motorisierung auch in den folgenden Jahrzehnten unumgänglich, dazu gehörten die neue Lombardsbrücke (1953), der Wallringtunnel (1966), der Neue Elbtunnel und die Köhlbrandbrücke (1974). Pläne, den immer stärker genutzten Flughafen in Fuhlsbüttel durch einen Großflughafen in Kaltenkirchen zu ersetzen, scheiterten bis 1983. Um die Innenstadt zu entlasten, wurde in den 1960er Jahren nördlich des Stadtparks die City-Nord angelegt. Zugleich erfolgten Planungen für Großwohnsiedlungen in den Außenbezirken der Stadt, u.a. Osdorfer Born, Mümmelmannsberg und Steilshoop. Attraktive Einkaufszentren in den Stadtteilen boten ein ebenso breites Warensortiment wie einst nur die Geschäfte der Innenstadt. Da das Einzugsgebiet der Metropole Hamburg allmählich bis weit nach Schleswig-Holstein und Niedersachsen hineinwuchs, erleichterte der neue Hamburger Verkehrsverbund 1965 den Nahverkehr. Als am 16./17. Februar 1962 eine verheerende Sturmflut
die Elbdeiche brechen ließ und 317 Tote forderte, mussten völlig
neue Flutschutzmaßnahmen geplant werden, die bis zum Ende des
20. Jahrhunderts andauerten. In dessen zweiter Hälfte wichen die
Zerstörungen des Weltkrieges im Stadtbild einer Vielzahl moderner
Gebäude, die alle Symbole ihrer Entstehungszeit sind: die Universität
(ab 1959), das Unilever-Haus (1964), der Fernsehturm (1968), das Congresszentrum
(1973) oder die Fleetinsel (1990er). Mit der geplanten Hafencity führt
ein Großprojekt in das 21. Jahrhundert. |
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