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Die führenden Nationalsozialisten Hamburgs wie Gauleiter Kaufmann und Bürgermeister Krogmann wurden wenige Tage nach der Besetzung verhaftet. Es folgten Entlassungen bei den höheren Polizeibeamten (60 %), bei den Lehrern (16 %) und an der Universität (30 %). In Entnazifizierungsverfahren wurden bis 1947 327.157 Personen überprüft, Belastete konnten aber nicht ermittelt werden. Zwischen Mai 1946 und September 1947 wurden in den Curiohaus-Prozessen Angehörige der Wachmannschaften des KZ Neuengamme zum Tode oder zu langen Haftstrafen verurteilt. Bereits am 15. Mai 1945 ernannte die britische Besatzungsmacht den Kaufmann Rudolf H. Petersen zum neuen Hamburger Bürgermeister; auf seine Bitte hin wurde Adolph Schönfelder (SPD) zum zweiten Bürgermeister bestimmt. Noch vor ihrer offiziellen Zulassung bildeten sich im Sommer 1945 erneut die SPD und die KPD; neu entstanden die Christlich Demokratische Partei (später CDU) und die Partei Freier Demokraten (später FDP). Gleichzeitig entstanden auch wieder Gewerkschaften. Am 27. Februar 1946 trat erstmals die von den Briten ernannte Bürgerschaft zusammen. In der Bürgerschaftswahl vom 13. Oktober 1946 erhielt die SPD die Mehrheit und stellte den neuen Bürgermeister Max Brauer. Die vorläufige Hamburger Verfassung vom Mai 1946 lehnte sich an die Verfassung von 1921 an. Mit Erlaubnis der Militärregierung erschien im Februar 1946 die Wochenzeitung "Die Zeit", der weitere, vor allem parteigebundene Zeitungen folgten. Trotz der zunehmenden Demokratisierung blieb Hamburg
weiterhin eine besetzte Stadt. Dies zeigte sich in der Demontage von
Industriebetrieben und der Beschlagnahme von Wohnungen westlich und
nördlich der Außenalster, aus denen 40.000 Mieter vertrieben
wurden. 1949 wurde Hamburg dann ein Land der neuen Bundesrepublik Deutschland,
am 18. Mai billigte die Bürgerschaft das Grundgesetz. Erst 1956
wurden die Nummernschilder "BH" (Britische Zone Hamburg) gegen
"HH" getauscht. |
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