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Wer etwas zu tauschen hatte zog zum "Hamstern"
in das Hamburger Umland, um Lebensmittel zu erwerben. Unter den alten
und besitzlosen Menschen herrschte besonderes Elend, das durch extrem
kalte Winter noch verstärkt wurde. Gleichzeitig entstand ein intensiver
Schwarzmarkthandel, gegen den die Polizei und die Besatzungsbehörden
rigoros vorgingen. In der Not nahmen Diebstähle zu und am "Kohlenklau"
beteiligten sich auch Kinder, um zu Hause das Heizen und Kochen zu ermöglichen. Die Not der ersten Nachkriegsjahre war nicht allein auf die Kriegszerstörungen zurückzuführen. Im Hafen, dem Motor der Hamburger Wirtschaft, fand weder Import- noch Exporthandel statt, und den Werften war der Schiffbau bis 1951 untersagt. Hinzu kamen unzulängliche Transportmittel, die fehlenden Kohlelieferungen sowie Verwaltungsprobleme in den Westzonen. Die Währungsreform am 20. Juni 1948, mit der
die DM eingeführt wurde, bewirkte über Nacht ein umfangreiches
Angebot von Waren, die bis dahin gehortet worden waren. Langfristig
folgte ein Wirtschaftsaufschwung, der die materielle Not verdrängte. |
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