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Der vernichtendste Angriff erfolgte jedoch am 28. Juli ab 1.00 Uhr nachts auf Wandsbek, Eilbek, Hohenfelde, Borgfelde, Hamm, Horn, Hammerbrook und Rothenburgsort. Spreng- und Minenbomben rissen Dächer ab sowie Fenster und Türen aus den Häusern heraus, Brandbomben fanden somit rasch Nahrung und in kurzer Zeit standen diese Stadtteile in Flammen. Die Großbrände erzeugten in den Straßenschluchten orkanartige Feuerstürme, in deren heißer Luft nicht nur Bäume und Gebäudeteile umhergewirbelt wurden, sondern auch der Sauerstoff verbrannte, so dass viele Menschen in den Bunkern dieser Stadtteile erstickten. Den Feuerwehren war es teilweise nicht möglich, in diesem Inferno an die Unglücksorte vorzudringen. Am folgenden Tag stand eine riesige Qualmwolke über der Stadt Die nächsten Angriffe trafen die Stadtteile
Harvestehude, Rotherbaum, Uhlenhorst, Winterhude und Barmbek. Im Juli/August
1943 fanden rund 35.000 Menschen in Hamburg den Tod, Zehntausende wurden
verletzt. Es war die größte Katastrophe, von der die Stadt
je betroffen war. Ganze Stadtteile bestanden nur noch aus Trümmerfeldern,
zahlreiche Straßen wurden wegen Einsturzgefahr der Häuser
gesperrt. 61 % des Wohnraums waren zerstört, fast eine Million
Menschen waren obdachlos, Hunderttausende flohen aus der Stadt. Die
Dienststellen und Hilfskräfte in der Stadt waren auf Angriffe dieser
Größenordnung nicht vorbereitet und bemühten sich nach
Kräften, zu helfen. Die Stimmung in der Bevölkerung richtete
sich in ohnmächtige Wut - geschürt von der Propaganda - gegen
die Angreifer, Unmutsäußerungen gegen die Nationalsozialisten,
die den Krieg verursacht hatten, waren die Ausnahme. |
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