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Im Gegensatz zu 1914 wurde der Kriegsbeginn am 1. September 1939 von der Bevölkerung nicht mit Begeisterung begrüßt. Am 18. Mai 1940 erreichte der Krieg Hamburg, es gab bei einem ersten Luftangriff 29 Tote. Bis Ende 1942 folgten weitere 127 Luftangriffe, bei denen 1194 Menschen starben. Um die Schulkinder zu schützen, wurden sie im Rahmen der Kinderlandverschickung in andere Regionen Deutschlands gebracht und dort unterrichtet. 15 bis 17 Jahre alte Schüler wurden seit März 1943 aber auch als Flakhelfer rund um Hamburg eingesetzt. Die verheerendsten Luftangriffe erfolgten vom 25. Juli bis 3. August 1943, bei der rund 35.000 Menschen umkamen und große Teile Hamburgs im Feuersturm untergingen. Bis zum Kriegsende mussten die Hamburger mit weiteren Bombenangriffen leben, die Zahl der Obdachlosen stieg und die Versorgung verschlechterte sich stetig. Unmutsäußerungen gegen das NS-Regime waren aber die Ausnahme. Ende 1944 begannen Planungen, Hamburg zu verteidigen. Panzersperren wurden auf den Straßen errichtet und der Volkssturm aus alten Männern und Jugendlichen einberufen. Obwohl ein Kampf um Hamburg sinnlos war, schwankten die Hamburger Nationalsozialisten zwischen fanatischen Durchhalteparolen und vorsichtigem Taktieren. Am 29. April 1945 nahm der kommandierende Generalmajor Alwin Wolz Kontakt mit den englischen Truppen vor Hamburg auf, am 3. Mai unterzeichnete er die bedingungslose Kapitulation für seine Truppen, britische Soldaten rückten in die Stadt ein und am Abend desselben Tages wurde sie den Engländern übergeben. In den zwölf Jahren nationalsozialistischer
Gewaltherrschaft und fünf Jahren Krieg waren fast 100.000 Hamburger
zum Opfer gefallen. |
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