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Die Verbesserung der Wirtschaftslage seit 1936 war auf die zunehmende Rüstungsproduktion zurückzuführen, von der vor allem die Werften Vorteile hatten. Der Kriegsschiffbau begann so wichtig zu werden, dass sich die HAPAG 1938 zu einer Beschwerde veranlasst sah, weil ihre Handels- und Passagierschiffe ins Hintertreffen gerieten. Staatlicher Dirigismus, militärstrategische Planungen und ideologische Vorbehalte - z.B. gegen jüdische Unternehmer - verhinderten die Ansiedlung neuer Betriebe. Die Ausnahme waren eine Erdölraffinerie, ein Motorenwerk und der Flugzeugbau. Gewinn zogen die Nationalsozialisten aus der Enteignung von Firmen in jüdischem Besitz. Mit dem Kriegsbeginn 1939 änderte sich die
Wirtschaftslage grundlegend, da Hamburgs Handel von seinen Verbindungen
nach Übersee abgeschnitten war. Im- und Exportfirmen suchten Ausgleich
im Binnenhandel und im Wirtschaftsverkehr mit den besetzten Gebieten
und trugen so zu deren Ausbeutung bei. Je mehr Männer zur Wehrmacht
eingezogen wurden, desto größer wurde der Arbeitskräftemangel
in allen Wirtschaftsbereichen. Frauen mussten die Arbeitsplätze
der Männer übernehmen, Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten
wurden besonders in der Industrie eingesetzt. Die zahlreichen Bombenangriffe
sollten insbesondere die Hamburger Industrieproduktion schädigen,
diese wurde aber kaum beeinträchtigt, da z.B. der U-Boot-Bau -
300 wurden in Hamburg hergestellt - in Bunkern geschah.
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