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Andersdenkende wurden verfolgt, vertrieben und umgebracht. Bücher missliebiger Autoren wurden verbrannt und Werke geächteter Künstler wie Ernst Barlach aus der Öffentlichkeit und den Museen entfernt. Nur wenige wollten oder konnten aktiv Widerstand leisten und mussten mit schweren Strafen rechnen. Viele versuchten, sich mit den Nationalsozialisten zu arrangieren oder zogen sich - wenn möglich - ins Privatleben zurück. Es reichte aber schon, wie die Swing-Jugend, unangepasst zu wirken, um Verfolgung ausgesetzt zu sein. Das Menschenbild der Nationalsozialisten richtete sich besonders gegen die Juden, aber auch gegen Zigeuner, Behinderte, Homosexuelle und alle, die nicht dem rassistischen Herrenmenschenideal entsprachen. Sie wurden wie die politischen Gegner ausgegrenzt, vertrieben oder in Konzentrationslagern umgebracht. In zahlreichen Organisationen wurden die Menschen im Beruf, im Privatleben und in der Freizeit erfasst, mussten ihnen beitreten, fanden hier aber auch ein Betätigungsfeld und Anerkennung. Die Gewerkschaften wurden ebenso wie die Organe von Industrie, Handel und Gewerbe in die Machtstruktur der Nationalsozialisten eingepasst, sie wurden "gleichgeschaltet" oder aufgelöst. Kinder und Jugendliche waren verpflichtet, der Hitlerjugend beizutreten, die deren Freizeit organisierte und neben Sport und Spiel vor allem die NS-Ideologie vermittelte. Frauen wurde die Mutterrolle zugeschrieben und sie
wurden für die Geburt mehrerer Kinder ausgezeichnet. Spätestens
mit Kriegsbeginn 1939 zeigte sich aber, dass sie entgegen diesem Bild
im Wirtschaftsleben unentbehrlich waren und Männer, die als Soldaten
dienten, ersetzen mussten.
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