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Trotz der wirtschaftlichen und sozialen Not der Nachkriegsjahre und Putschversuchen durch Republikfeinde von rechts (Kapp-Putsch 1920) und links (Kommunistischer Aufstand 1923) bewährte sich der demokratische Staat. Dazu trug bei, dass ein Teil der hanseatisch-konservativen Personen und Institutionen aus dem Kaiserreich bereit waren, ihn zu unterstützen. So war die Kontinuität in vielen Lebensbereichen größer als der Bruch durch die Revolution. SPD und Deutsche Demokratische Partei stellten - seit 1924 zusammen mit der Deutschen Volkspartei - bis 1933 den Senat und sorgten damit für Kontinuität. Die Kommunistische Partei Deutschlands gewann mit ihrem Vorsitzenden Ernst Thälmann Anhänger unter denen, die sich radikalere Veränderungen wünschten, sie sah ihren politischen Gegner aber fälschlich in den herrschenden Sozialdemokraten und nicht im rechten Lager der Republikfeinde. Unter diesen erhielt vor allem die NSDAP seit 1925 Zulauf von den von der Republik enttäuschten, durch Arbeitslosigkeit um eine Zukunftsperspektive gebrachten Menschen besonders aus dem Mittelstand. Der Staat hatte den gewalttätigen Auseinandersetzungen
der Jahre nach 1930 kaum etwas entgegenzusetzen, obwohl sich demokratische
Organisationen wie das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, die SPD, die freien
Gewerkschaften und die Arbeiter-Sportverbände 1931 gegen die Republikfeinde
zur "Eisernen Front" zusammenschlossen. Dennoch erzielte die
KPD in den Bürgerschaftswahlen 1932 16%; die Nationalsozialisten
gewannen mit ihren radikalen und antisemitischen Parolen 31,2 % der
Wählerstimmen und wurden stärkste Fraktion in der Bürgerschaft..
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