![]() |
||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|||||||
|
Als Anfang November 1918 in Kiel Matrosen der Kriegsmarine meuterten, griff die Aufstandsbewegung rasch auf Norddeutschland über. Am 5. November beschlossen Arbeiter der wichtigsten Hamburger Werfen einen Solidaritätsstreik, wurden aber von Vertretern der SPD und der Gewerkschaften beruhigt. Auf einer Versammlung der USPD mit 10.000 Teilnehmern am Abend desselben Tages wurden jedoch für den kommenden Tag der Generalstreik ausgerufen, die Abdankung des Kaisers und die Errichtung einer sozialistischen Republik gefordert. In der folgenden Nacht entwaffneten Marinesoldaten im Hafen liegende Torpedoboote und besetzten strategisch wichtige Positionen in der Stadt. Am 6. November bildeten sie mit Vertretern der USPD einen Arbeiter- und Soldatenrat. Dieser verkündete, die politische Macht übernommen zu haben und für die Aufrechterhaltung der Ordnung und die Lebensmittelverteilung sorgen zu wollen. Im Anschluss an eine Versammlung von etwa 40.000 Menschen auf dem Heiligengeistfeld, auf der der Arbeiter- und Soldatenrat über seine Ziele berichtete, zogen die Teilnehmer zum Generalkommando nach Altona, das die militärische Gewalt im Hamburger Raum besaß. Auf dem Weg dorthin kam es zu Feuergefechten, bei denen zehn Personen den Tot fanden. Der Hamburger Senat arrangierte sich rasch mit den
neuen Machthabern und erklärte noch am 6. November seine Bereitschaft
zur Zusammenarbeit. Am 9. November dankte Kaiser Wilhelm II. ab und
in Berlin wurde die Republik ausgerufen. Am 11. November unterzeichnete
das Deutsche Reich den Waffenstillstand mit den Alliierten. Nach der
Wahl zur verfassungsgebenden Bürgerschaft am 16. März 1919
gab der Arbeiter- und Soldatenrat seine Macht an das Parlament ab. |
|||||||||||