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Mittelalter (1) - Vom sächsischen
Dorf zum befestigten Missions- und Handelsstützpunkt
Die kleine spätsächsische Siedlung am Ufer der Alster, deren
Befestigungs- anlage ihr den Namen "Hammaburg" gab (Hamme
= altsächsisch Ufer, Gelände am Fluß, Sumpfgelände;
also "Burg am Fluß"), muß eine solch strategisch
wichtige Lage eingenommen haben, daß dieser Platz bereits 811
für die erste Kirche nördlich der Elbe ausgewählt wurde.
Nach der Verteibung der Sachsen und einer kurzen Siedlungsphase durch
den slawischen Stamm der Abodriten, hat auch Ludwig der Fromme diesen
Ort wieder ausgewählt, als er den Missionar Ansgar 831 hierher
schickte, mit dem Auftrag, ein Erzbistum in Hamburg zu begründen.
Mit dem Wikingerüberfall von 845 fielen der Dom und die Missionseinrichtungen
in Schutt und Asche, aber "Hammaburg" versank nicht in Bedeutungslosigkeit.
Offensichtlich waren die Zerstörungen in Burg und vorgelagerter
Siedlung (Suburbium) nicht so stark, daß sie die Siedlungskontinuität
hätten abreißen lassen. Die Bodenfunde zeigen, daß
sich hier bald eine Handelsstation entwickelte. Da neben den einheimischen
Produkten auch Importwaren zu bemerken sind, war das frühe Hamburg
zumindest teilweise in das Geflecht der internationalen Handelswege
eingebunden. Trotzdem lag Hamburg im heiß umkämpften Niemandsland
zwischen Frankenreich, den Königreichen der dänischen Wikinger
und den ebenfalls noch heidnischen Slawen. Erst mit der endgültigen
Durchsetzung des Christentums im 10. Jh bei den Dänen und im 11./12.
Jh bei den Slawen stabilisierten sich die machtpolitischen Verhältnisse.
An dem folgenden wirtschaftlichen Aufschwung konnte auch Hamburg teilhaben.
- Vom sächsischen Dorf zum befestigten Missions- und Handelsstützpunktund Handelsstützpunkt
- Das kirchliche Hamburg
- Hamburg als Hansestadt
- Die Kogge - ein mittelalterlicher
Lastenträger
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