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Halle (2) - Alte Börse und Waage,
um 1650
Den Vordergrund nimmt das 1660 von Hans Hamelau errichtete Gebäude
der Stadtwaage ein, die stilistisch ganz und gar der Architektur der
rechts daneben in den Jahren 1578-1783 von Jan Andresen aus Amsterdam
errichteten Börse angepaßt worden ist. Im wesentlichen waren
es die Wandschneider (Tuchhändler), welche die Baukosten für
die Börse bestritten hatten. Der Börsevorplatz ist durch ein
Gehege mit Pfeilern eingefaßt, auf denen sitzende Löwen zu
erkennen sind. Es sind die gleichen Wappenlöwen, die hier in der
Mitte der Treppenhalle ausgestellt sind und die bei der Errichtung der
Börse beteiligten Kauffahrergesellschaften repräsentieren.
Vor dem Gehege stehen jeweils zwei als Kaufleute erkennbare Personen
zusammen, welche die Vorbeifahrt des Schottischen Karren betrachten
und wohl über den Verkauf der darin enthaltenen Waren sprechen.
Die Fässer und Ballen werden an der Waage geöffnet, geprüft
und nachgewogen, alsdann neu verpackt und zum Kran, der hier nicht mehr
im Bild erscheint, verfrachtet. Im Hintergrund steht rechts das Rathaus,
links daneben das Niedergericht, ein Fachwerkbau, links daneben sieht
man gerade noch hinter dem Börsendach den Turm der Heilig-Geist-Kirche,
während links neben dem Dach der Waage der Turm der Nikolaikirche
erscheint.
Halle (1) - Das Wappen der Hamburger Börse
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