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Halle (1) - Das Wappen der Hamburger Börse

Börse - so nannte man seit 1460 in Antwerpen die regelmäßigen Versammlungen der Kaufleute. Dort entstand auch das erste Börsengebäude 1531, dem ähnliche Gründungen in Toulouse (1549), Rouen (1556) und Hamburg (1558) folgten. Ein mit Schnüren verschließbarer Lederbeutel bildete bereits das Wappensymbol der Antwerpener Börse. Später haben auch die Hamburger Wandschneider dieses Wappen für sich in Anspruch genommen.
In Hamburg fand die Börse seit 1558 auf einem vom Rat der Stadt gestifteten Platz am Ostufer des Nicolaiviertels neben der Trostbrücke statt. Die Einfriedung geschah durch schmiedeeiserne Gitter, von Steinpfeilern gehalten. Zum Schmuck des Platzes trugen die fünf Gesellschaften der Flandern-, England- und Schonenfahrer, der Schiffer und Brauer und ferner die Älterleute des "Gemeinen Kaufmann" sowie die Kontore zu London, Brügge und Bergen bei. Deren farbig gefaßte Wappen erblickte man, von goldenen Löwen aus Stein gehalten, auf den Pfeilern des Börsen-Geheges.


Halle (2) - Alte Börse und Waage. Um 1650