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Letzte Zuflucht Shanghai Das Museum für Hamburgische Geschichte
erzählt Lebenswege jüdischer Hamburger im chinesischen Exil
Hamburg, 19. Mai 2011 – Mehr als zehntausend
Hamburger Juden mussten zwischen 1933 und 1945 vor den Nazis
flüchten. Für viele von ihnen war Shanghai letzte Zufluchtsstätte.
Um das sichere Exil im fernen China erreichen zu können, mussten die
zumeist mittellosen Menschen einen beschwerlichen Weg mit Bahn und
Schiff auf sich nehmen. Die Ausstellung „atmen und halbwegs frei
sein – Flucht nach Shanghai“, die vom 20. Mai bis 17. Juli im Museum
für Hamburgische Geschichte präsentiert wird, soll den Besuchern die
Erfahrung des Exils und seine Bedeutung für jeden einzelnen
Flüchtling näher bringen. Die Präsentation spiegelt ihr Leben in
Auszügen aus Interviews, Briefen, Erinnerungen, aber auch auf Fotos
und in staatlichen Verwaltungsakten wider.
Die Ausstellung unterteilt sich in verschiedene Erzählphasen. Basis für
die Erzählungen sind neben den Geschichten der Hamburger Flüchtlinge
auch Biographien aus der Shanghaier Ausstellung „Memories of
Shanghai“ der Ohel Moishe Synagoge. Ihr bisheriges Leben im
nationalsozialistischen Deutschland, ihre Entscheidung zur
Emigration, ihre Ankunft in Shanghai sowie das Leben dort und
schließlich ihre Suche nach einem Ort, der nach 1945 zu einem neuen
Zuhause werden konnte, bilden den roten Faden der Ausstellung. Ihre
Erfahrungen werden dem Besucher mit Fotos, Dokumenten, visuellen-
und Audio-Stationen näher gebracht.
Die Ausstellung ist ein
kulturelles Kooperationsprojekt mit dem Bezirk Hongkou in Shanghai
und findet im Rahmen der 25-jährigen Städtepartnerschaft zwischen
Hamburg und Shanghai statt. Die Ausstellung wird von den
Historikerinnen Sybille Baumbach und Claudia Thorn sowie den
Künstlern Jens Huckeriede und Tillmann Terbuyken realisiert.
Gefördert durch: Freie und Hansestadt Hamburg, Bezirk Hongkou
der Stadt Shanghai, avt plus, OAM Baustoffe GmbH, Hamburg Marketing
GmbH, Eye Catcher
Das Begleitprogramm umfasst Führungen,
Vorträge sowie Filme im Metropolis Kino. Ein Katalog in chinesischer
und deutscher Sprache ist für 18 Euro erhältlich.
Für
Rückfragen steht Ihnen Jens Huckeriede unter der Tel: 0151/18 01 88
02 zur Verfügung.
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