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„Störtebeker-Schädel“ ist wieder da
- Das Museum für Hamburgische Geschichte feiert Rückgabe
Hamburg, 17.März 2011 – Hamburgs Reliquie ist wieder da! Der legendäre und geheimnisvolle
„Störtebeker-Schädel“ aus dem 15. Jahrhundert wird heute (Donnerstag) von der Polizei dem Museum für Hamburgische
Geschichte zurückgegeben. „Wir sind überglücklich, dass unsere Hauptattraktion wieder da ist“, betont Museumsdirektorin
Lisa Kosok. „Die ganze Stadt war bestürzt über den Diebstahl und ich freue mich sehr, dass die Hamburger diesen bedeutenden
Schädel zurückerhalten.“
Der „Störtebeker-Schädel“, der zu den ältesten Objekten im Museum für Hamburgische Geschichte gehört und einen unschätzbaren
Wert darstellt, war am 9. Januar 2010 aus dem Museum am Holstenwall gestohlen worden. Seitdem fehlte von ihm jede Spur.
Nach monatelanger Ermittlung der Hamburger Polizei konnte der Schädel am 16. März sichergestellt werden. Die 68. Spur der
Ermittler der Zentraldirektion Süd führte zum Erfolg. Eine Belohnung wurde nicht gezahlt. Aus ermittlungstaktischen Gründen
können keine weiteren Informationen öffentlich gemacht werden.
Für weitere Fragen steht Holger Vehren von der Pressestelle der
Polizei Hamburg unter Tel: 040/ 428656-215 zur Verfügung.
Das Museum feiert die Rückgabe am 26. und 27. März mit freiem Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher.
Der 600 Jahre alte Schädel wurde 1878 beim Bau der Speicherstadt auf dem Grasbrook entdeckt. Seitdem gehört der archäologisch
wertvolle Knochenfund zur Sammlung Hamburgischer Altertümer. Seit 1922 wird er im Museum für Hamburgische Geschichte am
Holstenwall präsentiert. Der Kopf wird dem Piraten-Anführer Klaus Störtebeker zugeschrieben. Der Legende nach wurde er
am 20. Oktober 1400 mit rund dreißig Gefährten auf dem Grasbrook enthauptet. Die Häupter der Hingerichteten wurden zur
Abschreckung an der Einfahrt zum damaligen Hafen auf Pfähle genagelt.
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