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„Störtebeker-Schädel“ gestohlen
Hamburgmuseum hofft auf Hinweise aus der Hamburger Bevölkerung

Hamburg, 20. Januar 2010 – Aus dem Museum für Hamburgische Geschichte ist der Schädel Klaus Störtebekers gestohlen worden. Museumsdirektorin Lisa Kosok: „Wir sind alle sehr bestürzt über den Diebstahl. Der legendäre und geheimnisvolle Schädel aus dem 15. Jahrhundert ist eine Reliquie der Hamburger Geschichte, eine der Hauptattraktionen unseres Hauses. Wir hoffen sehr, dass er wieder zurückgegeben oder gefunden wird. Dafür brauchen wir die Unterstützung der Hamburger Bevölkerung. Helfen Sie uns, den Seeräuberschädel wiederzufinden!“

Das Museum für Hamburgische Geschichte hat eine Belohnung von bis zu mehreren tausend Euro für die Wiederbeschaffung des Störtebeker-Schädels ausgesetzt. Nähere Informationen dazu sowie zum Stand der Ermittlungen erteilen das LKA Hamburg unter Tel: 040/ 4286-56789 oder jede andere Polizeidienststelle. Der Kopf weist als besonderes Merkmal ein Nagel-Loch in der Schädeldecke auf. Der Diebstahl wurde bereits am 9. Januar festgestellt. Aus ermittlungstaktischen Gründen kann jedoch erst jetzt die Öffentlichkeit informiert werden.

Der 600 Jahre alte Schädel wurde 1878 beim Bau der Speicherstadt auf dem Grasbrook entdeckt. Seitdem gehört der archäologisch wertvolle Knochenfund zur Sammlung Hamburgischer Altertümer. Seit 1922 wird er im Museum für Hamburgische Geschichte am Holstenwall präsentiert. Der Kopf wird dem Piraten-Anführer Klaus Störtebeker zugeschrieben. Der Legende nach wurde er am 20. Oktober 1400 mit rund dreißig Gefährten auf dem Grasbrook enthauptet. Die Häupter der Hingerichteten wurden zur Abschreckung an der Einfahrt zum damaligen Hafen auf Pfähle genagelt. „Trotz der Ungewissheit über die tatsächliche Identität des Schädels gehört er zu den ältesten Objekten im Museum für Hamburgische Geschichte und stellt einen unschätzbaren Wert dar“, erläutert der Archäologe und Mittelalter-Experte Ralf Wiechmann. In Europa gibt es nur noch sehr wenige Exponate dieser Art. Die 2004 gefertigte Gesichts-Rekonstruktion des Schädels ist weiterhin in dem Museum zu sehen.

Nähere Informationen dazu sowie zum Stand der Ermittlungen erteilen das LKA Hamburg unter Tel: 040/ 4286-56789 oder jede andere Polizeidienststelle.


 
 Ihre Ansprechpartnerin:


 Bettina Beermann
 
PR und Marketing

 Stiftung Historische Museen Hamburg
 Museum für Hamburgische
 Geschichte / hamburgmuseum
 Holstenwall 24
 20355 Hamburg

 Tel:  040 / 42 81 32 - 24 28
 Fax: 040 / 42 81 32 - 33 92
bettina.beermann@hamburgmuseum.de


Downloads:


Pressemeldung Störtebeker
(DOC, 211KB)


Fotos können honorarfrei
abgedruckt werden!


Störtebeker-Schädel,
frontal mit Nagel (JPEG, 246 KB)


Störtebeker-Schädel,
Seitenansicht rechts (JPEG, 616 KB)



Gesichtsrekonstruktion nach dem Störtebeker-Schädel (JPEG, 691 KB)

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