Das Museum virtueller Rundgang Index english
aktuellkontaktBesucherserviceMuseumsvereinSponsirenImpressumPresse

 

 

Restaurierungspraktikum in Hamburger Museen

Was haben ein Gesellschaftskleid von 1912, eine germanische Gewandspange, eine Mercedes Euklid Rechenmaschine und eine barocke bemalte Holzbalkendecke gemeinsam?
Sie alle sind Hamburger Kulturgüter die im Rahmen des Hamburger Restaurierungspraktikums erhalten werden konnten.  
Anerkannter Konservator-Restaurator zu werden ist nicht einfach. Nach dem Abitur muß zunächst ein 12 – 24monatiges Praktikum in der gewünschten Spezialisierung, z.B. Textilrestaurierung, Möbelrestaurierung, Gemälderestaurierung, Restaurierung von archäologischem, kunsthandwerklichen oder technischem Kulturgut, absolviert werden. Dann geht es darum mit einer ausgezeichneten künstlerischen Mappe oder sehr guten Restaurierungsberichten eine der begehrten Einladungen zur Aufnahmeprüfung zu erlangen. Nur wer dort gut abschneidet, kann das 4-5jährige Studium zum Konservator-Restaurator an einem der 8 deutschen Hochschulstandorte antreten.
 


Die Hamburger Museen und die Kulturbehörde fördern seit mehr als 20 Jahren die Restauratoren-ausbildung und haben sich seit 1994 auf das studienvorbereitende Praktikum konzentriert, das jährlich ca.12 Plätze in den verschiedenen Museen, dem Denkmalschutzamt und einigen freiberuflich tätigen Restaurierungswerkstätten anbietet. Das Besondere an diesem in Deutschland einmaligen Angebot ist, dass es Praktikanten nicht als „billige Arbeitskräfte“ ausnutzt, sondern gut betreut zielgerichtet auf ihr Studium und die spätere eigenverantwortliche Berufstätigkeit vorbereitet. Neben der praktischen Arbeit im Restaurierungsatelier die den Schwerpunkt des Praktikums bildet, kommen die Praktikanten regelmäßig zu einem fachübergreifenden Unterricht, zu fachpraktischen Seminaren und Exkursionen zusammen. Unterrichtet werden Untersuchung und Dokumentation, Museumstechnik, Werkszeugkunde, Arbeits- und Unfallschutz, Materialkunde, Naturwissenschaftliche Grundlagen, Grundlagen in der Kunst- und Kulturgeschichte, Umgang mit Fachliteratur und Literaturrecherche, Arbeitstechniken und Zeitplanung. Das Hamburger Praktikum erhält Bewerbungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und wird von vielen Hochschulen empfohlen. Gerade in der derzeitigen Umstrukturierung der Studiengänge, die im Rahmen des Bologna Prozesse auch zu Verkürzungen führt, ist eine qualitativ hochwertige Vorbereitung auf das Studium besonders wichtig.

      

Die Förderung durch die Hapag Lloyd Stiftung trägt wesentlich zum Erfolg des Hamburger Restaurierungspraktikums bei. Sie ermöglicht die Anschaffung von Lehr- und Lernmaterial für Unterricht und Ausbildungspraxis sowie die Veranstaltung von workshops und Seminaren. Viele der „Hamburger Praktikanten“ haben inzwischen den langen Ausbildungsweg hinter sich gebracht und sind in ihrem „Traumjob“ tätig.
 

   

Interessenten für das Hamburger Restaurierungspraktikum können sich bei uns bewerben. Praktikumsbeginn ist jeweils im September. Vorausgesetzt werden eine vorherige intensive Beschäftigung mit dem Berufsbild (Informationen finden Sie unter www.restauratoren.de beim deutschen Restauratorenverband VDR) sowie eine Studienberatung an einer der Restauratoren ausbildenden Hochschulen. Für Rückfragen steht Ihnen die Koordinatorin Silke Beiner-Büth (mail: silke.beiner-bueth@hamburgmuseum) zur Verfügung. Ihre Unterlagen senden Sie bitte per Post mit Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnissen, Nachweis der Studienberatung sowie einer schriflichen Begründung Ihres Berufswunsches in der angestrebten Fachrichtung bis Ende März des jeweiligen Jahres an das

Hamburger Restaurierungspraktikum
c/o hamburgmuseum
Holstenwall 24
20355 Hamburg